Amazon Redshift: Data Warehousing in der Cloud

Amazon stellt mit Redshift eine Lösung für Data Warehousing in der Cloud bereit, die leistungsstärker und billiger als bisherige Lösungen sein soll. Damit wird das Thema auch für kleine und mittlere Unternehmen interessant.

Beim Data Warehousing werden Daten aus unterschiedlichsten Quellen zusammengeführt und ausgewertet, was wegen der Datenmengen einiges an Infrastruktur erfordert und daher bislang vor allem eine Sache großer Unternehmen war. Mit Amazon Redshift könnte sich das ändern, denn nun steht ein Data Warehouse als Cloud-Service bereit – abgerechnet wird wie in der Cloud üblich nach Nutzung, große Anfangsinvestitionen sind nicht notwendig. Damit haben nicht nur große Unternehmen eine Alternative zu ihren On-Premise-Lösungen, sondern auch kleine und mittlere Firmen können in das Thema einsteigen.

Ein Data-Warehouse-Service sei in den vergangen zwei Jahren immer wieder von den AWS-Kunden gewünscht worden, sagte Raju Gulabani, Vice President of Database Services, bei der Vorstellung des neuen Angebots. Das wurde im Rahmen einer geschlossenen Beta schon von 20 AWS-Kunden getestet, darunter Netflix und das Jet Propulsion Laboratory der NASA, und geht nun in die öffentliche Preview-Phase. Wer mitmachen will, muss sich derzeit noch bewerben, der offizielle Start und die Freigabe für Jedermann soll im nächsten Jahr erfolgen.

Amazon bietet Redshift in zwei Ausbaustufen an: als Single Node mit 2 virtuellen CPU-Kernen, 15 GByte RAM und 2 TByte Speicher für 85 Cent pro Stunde und als Multi-Node-Cluster mit 16 virtuellen CPU-Kernen, 120 GByte RAM und 16 TByte Speicher für 6,80 Dollar pro Stunde. Bei Buchung fester Laufzeiten von einem oder drei Jahren ist Stundenpreis niedriger.

Die Abfrage der Daten erfolgt über SQL. Redshift ist laut Amazon kompatibel zu ANSI SQL und soll daher problemlos mit bereits vorhandenen BI-Tools zusammenarbeiten. Mit Jaspersoft und MicroStrategy haben bereits zwei Hersteller den Dienst für ihre Anwendungen zertifiziert.

Amazon stellt bei Redshift nicht nur die niedrigen Kosten im Vergleich zu anderen Lösungen heraus, sondern preist auch die hohe Performance. Die genaue Leistung hänge natürlich von Daten und Abfragen des Nutzers ab, räumt Raju Gulabani ein, doch in internen Tests habe man eine mehr als zehnmal so hohe Performance wie mit Standard-Data-Warehouse-Lösungen erreicht.

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