Amazon stattet EC2-Instanzen mit SSDs aus

Für in der Cloud laufende Anwendungen, die besonders viele und schnelle Schreib- und Leseoperationen benötigen, bietet Amazon Web Services nun auch EC2-Instanzen mit Solid State Drives an.

Erstes Mitglied der neuen Familien von EC2-Instanzen, die auf hohe I/O-Anforderungen ausgelegt sind, ist die »High I/O Quadruple Extra Large«, kurz: hi1.4xlarge. Sie kann auf acht virtuelle Prozessorkerne und 60,5 GByte RAM zugreifen, ist mit 10-Gigabit-Ethernet angebunden und bietet 2 TByte SSD-Speicher. Speziell letztere sorgen für geringe Latenzzeiten bei Anwendungen mit vielen I/O-Operationen und sollen Amazon zufolge besonders gut für das Hosting von NoSQL-Datenbanken wie Cassandra und MongoDB geeignet sein.

Amazon verspricht 120 000 Lesezugriffe und zwischen 10 000 und 85 000 Schreibzugriffe pro Sekunde beim Einsatz von PVM (Parallel Virtual Machine). Beim Einsatz von HVM (Hardware Virtual Machine) und virtuellen Appliances mit Windows sollen es 90 000 Lese- und zwischen 9000 und 75 000 Schreibzugriffe sein. Zum Vergleich führt Amazon eine Highend-Festplatte mit 15 000 Umdrehungen an, die es üblicherweise nur auf etwa 175 bis 210 I/O-Operationen pro Sekunde bringt.

Die neuen Instanzen stehen bislang nur in der US-East-Region (Nord-Virginia) und der EU-West-Region (Irland) bereit, sollen in den nächsten Monaten aber in weiteren Regionen starten. In der EU-West-Region fallen für hi1.4xlarge-Instanzen mit Linux 3,10 Dollar pro Stunde an, mit Windows sind es 3,58 Dollar.

Anzeige

Ähnliche Artikel


TAGS: , , ,

Keine Kommentare