EU will Datenschutz vereinheitlichen

Nachdem der Druck aus der Wirtschaft stetig zunimmt, hat die EU-Kommission jetzt damit begonnen, neue Datenschutzrichtlinien für zu erarbeiten. Mit diesen soll unter anderem eine einheitliche gesetzliche Basis für Cloud Computing in Europa geschaffen werden.

Die Unzufriedenheit der Wirtschaft an den seit 1995 bestehenden Datenschutzrichtlinien der Europäischen Union wächst stetig weiter. In vielen Bereichen wie der Vorratsdatenspeicherung müssen die alten Regelungen dringend nachgebessert werden, jüngste technologische Entwicklungen wie insbesondere das Cloud Computing erfordern gänzlich neue Rahmenbedingungen. Dementsprechend unzufrieden äußerten sich jüngst auch im Auftrag der EU-Kommission befragte Bürger, Unternehmen und Verwaltungen. Vor allem das Fehlen klarer rechtlicher Bestimmungen wurde von ihnen als großes Problem grenzüberschreitender Cloud-Projekte und -Angebote innerhalb Europas identifiziert.

Die EU-Kommission hat sich dieses Auftrags nun angenommen und damit begonnen, neue Datenschutzrichtlinien zu erarbeiten, die den heutigen Gegebenheiten gerecht werden. Sie plant dabei unter anderem die bisherige Praxis zu beenden, nach der jeweils das Landesgesetz des Datenverarbeiters gültig ist. Stattdessen sollen gesamteuropäische Standards für Sicherheit und Datenschutz eingeführt werden.

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