Google-Cloud wird flexibler und günstiger

Google will in Sachen Cloud an der Konkurrenz dran bleiben: Der Internet-Konzern hat seine Google Cloud Platform überholt und anpassungsfähiger gemacht. Auch die Preise purzeln.

google-rechenzentrumDie Google-Cloud bekommt eine neue Container-Engine, die verschiedene Anwendungen in portablen Docker-Containern verwaltet. Bisher mussten Unternehmensanwender dafür in der Regel einzelne virtuelle Maschinen aufsetzen. Die in den Containern laufenden Cloud Services können nun komfortabel als Cluster verwaltet werden. Der Administrator behält die Cloud-Dienste mit Logging-Tools, Monitoring und Health-Management im Auge. Die Container Engine basiert auf dem Open-Source-Projekt Kubernetes und läuft auf virtuellen Maschinen (VMs) der Google Compute Engine.

Auch neue Entwickler-Tools hat Google der Cloud-Plattform spendiert, darunter der Google Cloud Debugger, der bei der Fehlersuche in Cloud-basierten Anwendungen hilft, und den Google Compute Engine Autoscaler, der die Kapazitäten der VMs automatisch anpasst und in Echtzeit auf Lastspitzen reagiert.

Google gibt außerdem sinkende Hardware-Kosten an seine Kunden weiter und reduziert die Preise für mehrere Cloud Services: Google Network Egress, Cloud SQL, BigQuery Storage, Persistent Disk Snapshots und Persistent Disk SSD sind jetzt zwischen 23 und 79 Prozent günstiger.

Googles Vision der Cloud

Google möchte mit den neuen Funktionen dafür sorgen, dass die Google-Cloud wirklich flexibel und intuitiv nutzbar wird, ohne Kunden auf Basis ihrer Vorauswahl zu limitieren. Bei den meisten Cloud-Plattformen muss sich der Anwender entscheiden, ob er zum Beispiel auf Virtualisierung setzt und alles selbst aufsetzt oder einen Managed Service nutzen will. Damit gibt der Kunde aber auch die Kontrolle über die darunter liegende Infrastruktur auf und steckt in der gewählten Lösung fest. Google will Unternehmen in die Lage versetzen, Cloud Services intuitiv und ganz nach Bedarf zu nutzen, erläutert Brian Stevens, Vize-Produktmanager für die Google-Cloud. Der Kunde entscheidet selbst, welchen Grad der Abstraktion er einsetzen möchte.

(Bild: Google)

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