Google Compute Engine: Konkurrenz für Amazon EC2

Für seine Dienste betreibt Google eine extrem leistungsfähige Infrastruktur, die nun auch andere Unternehmen nutzen können. Das neue IaaS-Angebot richtet sich direkt gegen Amazon Elastic Compute Cloud.

Bereits seit einigen Jahren ist die Google-Infrastruktur über Dienste wie App Engine, Cloud Storage und BigQuery zugänglich, doch bislang trat Google nur als PaaS-Anbieter auf. Nun geht man einen Schritt weiter und startet mit Google Compute Engine ein IaaS-Angebot, mit dem Unternehmen ihre virtuellen Linux-Maschinen auf derselben Infrastruktur betreiben können, die hinter den Google-Diensten steht. Google verspricht 50 Prozent mehr Rechenkraft fürs Geld als die Konkurrenz, die man zwar nicht namentlich nennt, bei der es sich aber klar um Amazon handelt. Der Online-Händler bietet mit Elastic Compute Cloud, kurz: EC2, seit 2006 ebenfalls einen Hosting-Dienst für virtuelle Maschinen, der die Rechenleistung der Amazon-Rechenzentren nutzt.

Derzeit läuft Google Compute Engine noch als »limited preview« mit beschränkter Nutzerzahl. Es gibt vier Typen von virtuellen Maschinen: mit 1, 2, 4 und 8 virtuellen Prozessorkernen, denen 3,75 GByte Arbeitsspeicher und gut 400 GByte Speicherplatz pro Kern zur Seite stehen. Abgerechnet wird nach GCEU pro Stunde, wobei GCEU für Google Compute Engine Unit steht. Eine GCEU kostet 5,3 US-Cent, so dass die kleinste VM (1 Core, 3,75 GByte RAM, 420 GByte Speicherplatz), die eine Rechenleistung von 2,75 GCEU bieten soll, mit 14,5 US-Cent pro Stunde zu Buche schlägt. Die leistungsfähigste VM (8 Cores, 30 GByte RAM, 2 x 1770 GByte Speicherplatz) bietet 22 GCEU und kommt damit auf einen Preis von 1,16 Dollar pro Stunde. Darüber hinaus fallen Kosten für Traffic, zusätzlichen Speicher und feste IP-Adressen an.

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