EU-Datenschutzgruppe: Cloud Services sind Vertrauenssache

Mit EU-Modellklauseln implementieren Cloud-Anbieter höhere Sicherheitsstandards für Unternehmen und deren wichtigstes Gut: die Daten. Vertrauen kann aber nur mit Transparenz einhergehen, mahnen die EU-Datenschützer.

Unternehmen, die ihre Daten in der Cloud speichern wollen, treffen bei Cloud-Anbietern auf abweichende Klauseln und einen unterschiedlichen Umgang mit ihren Daten. Solange diese Zusätze nicht im Widerspruch zu den Klauseln der Europäischen Kommission stehen, ist dagegen nichts einzuwenden, stellt die Artikel-29-Datenschutzarbeitsgruppe fest, eine Vereinigung der 27 nationalen EU-Datenschutzbehörden. Cloud-Anbieter dürfen eigene Klauseln einfügen, die „auf ihren pragmatischen Erfahrungen” beruhen. Einige dieser Besonderheiten können den Datenschatz sogar verstärken, wie zum Beispiel die EU-Modellklauseln, die Unternehmen weiter reichende Garantien für den Schutz ihrer Daten in der Cloud einräumen, als das Safe-Harbor-Abkommen.

Neben der Rechtssicherheit ist die Transparenz im Umgang mit den Unternehmensdaten ein wichtiger Faktor, um Vertrauen in Cloud Services aufzubauen, ergänzen die Datenschützer. Die Anbieter müssen genau darlegen, wie und wo sie die Daten ihrer Kunden speichern, welche Sicherheitsmaßnahmen sie einsetzen und welche Richtlinien für den Datenzugriff oder die Übermittlung personenbezogener Daten zwischen dem europäischen Wirtschaftsraum und anderen Ländern gelten.

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