Nvidia verspricht Echtzeit-Erlebnis für die Cloud

Im Rahmen der GPU Technology Conference hat Grafikspezialist Nvidia seine Visionen vorgestellt, wie neue GPU-Technologien das Cloud Computing erheblich beschleunigen können.

Nvidia VGX

Virtuelle Desktop Infrastrukturen sollen durch die neuen GPUs und VGX nahe an eine Echtzeiterfahrung gebracht werden. (Bild: Nvidia)

Nvidia ruft die Cloud-Revolution aus: Zum dritten Mal in der 19-jährigen Unternehmensgeschichte hat Nvidia auf der GPU Technology Conference mit großen Worten eine neue Technologie vorgestellt, die nachhaltige Spuren in der IT-Welt von morgen hinterlassen soll. Nach den Innovationen eigener Prozessoren für Grafik (GPU) und deren Weiterentwicklung zu Partnern der CPU (CUDA), sollen die Grafikchips jetzt auch zu einem wesentlichen Faktor in der Cloud werden. Durch die enorme Rechenleistung der neuen Kepler-Architektur (incl. der großen Tesla-Brüder) für GPUs und deren Virtualisierungsfähigkeiten versprach CEO Jen-Hsun Huang nicht weniger als eine Geschwindigkeits-Revolution: „Die Kepler-Cloud-GPU-Technologie katapultiert Cloud-Computing in ein neues Zeitalter”.

Auch wenn CUDA die CPU nicht wirklich obsolet gemacht hat, wie ehedem noch spitz von Nvidia gegen Intel geschossen, so haben die GPUs bis hin zu den Hochleistungsrechnern inzwischen ihren festen Platz in der Computing-Welt gefunden. Dabei geht es gerade mit der aktuellen Generation um weit mehr Anwendungsmöglichkeiten als Gaming. „Sie ist entscheidend für die Realisierung von Ideen digitaler Künstler. Sie ist für Endgeräte mit Touchfunktion essentiell, um anspruchsvolle Grafiken zu liefern, und jetzt sorgen wir mit der Cloud-GPU für eine unglaublich Erfahrung, egal ob jemand dabei via Fernzugriff arbeiten möchte oder als Gamer frei von PCs oder Konsolen spielen will.”, erklärt Huang. Gerade an einigen der neuralgischen Punkte der Cloud sollen GPUs Verbesserung bringen. So verspricht Nvidia etwa, lästige Verzögerungen (Lags) durch ultraschnelle Streaming-Display-Möglichkeiten drastisch zu reduzieren. Für die Betreiber von Infrastrukturen sollen sich die GPUs durch einen niedrigen Energieverbrauch ebenfalls schnell rechnen.

Im Unternehmenssektor will Nvidia die Cloud-Fähigkeiten vor allem mittels der VGX-Plattform positionieren. Durch Virtualisierung können die eingesetzten GPUs jeweils mehrere Anwender versorgen, und sollen dabei selbst anspruchsvolle Applikationen flüssig auf mobile Endgeräte wie Tablet-PCs, Notebooks oder Smartphones streamen. Zur Demonstration wurde in San Jose vorgeführt, wie sich damit über einen Citrix Receiver in „Echtzeit” eine 3D-Simulation in Autodesk unter Windows auf einem iPad nutzen läßt. Ähnliche Quantensprünge verspricht das Unternehmen auch im Bereich Gaming-as-a-Service, wo GeForce GRID ein Spielerlebnis ermöglichen soll, das sich laut Nvidia problemlos mit aktuellen Konsolen messen kann. „Nvidia hat eine der wichtigsten Innovationen in seiner Geschichte angestoßen. Sie hat das Potential, den Hersteller unter die wichtigsten Technologieunternehmen zu befördern. Wenn Nvidia und seine vielen Partner ihre Pläne erfolgreich ausführen können, liefern sie das erste echte, überall und jederzeit verfügbare Computing für jede beliebige Anwendung; ein Ziel, an dem die Industrie seit 20 Jahren arbeitet.”, bestätigt Pat Moorhead, President von Moor Insights & Strategy diese Ambitionen.

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