Trotz Sicherheitsbedenken: Public-Cloud-Projekte auf dem Vormarsch

In europäischen Unternehmen herrscht Aufbruchstimmung, wenn es um IT-Projekte in der Public Cloud geht. Nur die DACH-Region ziert sich und droht den Anschluss zu verlieren.

public-cloud-sicherheitObwohl die IT-Abteilungen in den Unternehmen der europäischen Nachbarn ebenfalls Sicherheitsbedenken beim Cloud Computing anmelden, sind IT-Services aus der Public Cloud in Ländern wie UK und Spanien weiter verbreitet als in der DACH-Region. Das hat Barracuda Networks in einer Umfrage unter 900 IT-Fachleuten in zehn europäischen Ländern ermittelt.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen die IT-Abteilungen der Public Cloud skeptisch gegenüber. 54 Prozent der Unternehmen in Österreich lassen von Public-Cloud-Projekten die Finger weg, in der Schweiz sind es 51 Prozent. Etwas besser sieht es in Deutschland aus: Hier verzichten 33 Prozent der Befragten auf die Public Cloud. Hochburgen beim Cloud Computing in geteilten Infrastrukturen sind Spanien und Großbritannien. Bei den Briten entsagen nur 15 Prozent kategorisch der Public Cloud, und nur zehn Prozent der Spanier verzichten ebenfalls darauf. Im europäischen Durchschnitt macht jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) weiterhin einen Bogen um die Public Cloud.

Sicherheit und Compliance vs. Kostensenkung und Skalierbarkeit

public-cloud-kostenNeben Sicherheitsbedenken (51 Prozent), die nach wie vor die größte Hemmschwelle für den Einsatz der Public Cloud darstellen, sorgen sich viele Unternehmen um die Compliance (40 Prozent) oder möchten die Kontrolle über ihre Daten (35 Prozent) nicht verlieren. Interessanterweise geben 66 Prozent der IT-Fachkräfte an, dass sie nicht davon ausgehen, dass die Daten in der eigenen lokalen IT-Infrastruktur sicherer sind. Selbst die Angst, von Regierungsorganisationen ausgespäht zu werden, kann eine lokale Infrastruktur nicht entscheidend mindern. 27 Prozent der IT-Verantwortliche glauben, dass Geheimdienste wie die NSA unbemerkt auf Daten in der Public Cloud zugreifen können, immerhin noch 22 Prozent vermuten, dass das bei Daten auf den eigenen Servern genauso passieren kann.

Den Contra-Punkten gegenüber stehen handfeste Vorteile: Als wichtigstes Argument für die Public Cloud nennen die Befragten Kostensenkungen (58 Prozent). Auch die Skalierbarkeit (39 Prozent) und geringere Komplexität (37 Prozent) sprechen für Cloud Computing.

(Bilder: Barracuda Networks)

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