Microsoft beschwört die »Ära des Cloud OS«

Zur Eröffnung der TechEd 2012 ging Microsoft auf die sich verändernden Aufgaben von Betriebssystemen ein. Diese würden zwar immer noch die Hardware verwalten und die Plattform für Anwendungen bieten, allerdings nicht mehr auf einem einzigen System. Benötigt werde heutzutage ein Cloud OS.

In seiner Keynote auf der 20. TechEd North America in Orlando, Florida, spannte Satya Nadella, Chef von Microsofts Server-Sparte, den Bogen zur ersten Veranstaltung vor 20 Jahren. Seit damals habe die Industrie größere Transformationen durchgemacht, erst vom Mainframe zum PC, dann zu Client/Server-Infrastrukturen, und jedes Mal sei das Betriebssystem die Basis für diese Transformationen gewesen, genauer: Microsofts Windows-Betriebssystem. Nun stehe erneut ein Wandel an, denn es gehe nicht mehr um einzelne Systeme, sondern skalierbare und intelligente Rechenzentren mit gemeinsam genutzten Ressourcen. Zwar sei die Aufgabe des Betriebssystems weiterhin die Verwaltung der Hardware und das Bereitstellen einer Plattform für Anwendungen, doch die Anforderungen hätten sich massiv geändert, so dass ein Cloud-Betriebssystem benötigt werde. Mit Windows Server 2012 und Windows Azure liefere Microsoft diese neue Generation von Betriebssystemen, so Nadella.

Windows Server 2012 liegt seit kurzem als Release Candidate vor und steht damit kurz vor der Fertigstellung. Microsoft hat ihn für die Verwaltung umfangreicher Cloud-Umgebungen fit gemacht und spricht von einem »cloud optimized OS«. Windows Azure dagegen wird aktuell per Update von einer IaaS-Plattform zur einer PaaS-Plattform erweitert und nimmt virtuelle Maschinen im VHD-Format auf, selbst wenn diese mit Linux bestückt sind.

Darüber hinaus verkündete Microsoft die Verfügbarkeit der neuesten Version von Windows Intune, die vor einiger Zeit angekündigt wurde. Mit der cloud-basierten Rechnerverwaltung lassen sich nun auch Mobilgeräte im Unternehmen verwalten, die mit Windows Phone, iOS oder Android bestückt sind.

Als echte Neuheit hatte sich Microsoft für die TechEd die Öffnung des Team Foundation Services aufgehoben. Die in Azure laufende Ausgabe des Team Foundation Servers war im vergangenen Sommer auf der BUILD vorgestellt worden, konnte bislang aber nur per Einladung genutzt werden. Nun steht die Preview für Jedermann bereit und kann kostenlos getestet werden. Bis die kommerzielle, sprich: kostenpflichtige, Nutzung beginnt, werde es noch eine ganze Weile dauern, versprach der für den TFS verantwortliche Brian Harry in einem Microsoft-Weblog und auch dann werde es wahrscheinlich auch noch ein kostenloses Basis-Angebot geben.

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