Open Cloud Alliance verspricht leichtere Integration & Migration von Cloud-Services

Das neu gegründete Bündnis von Softwareherstellern, Dienstleistern und Hosting-Providern soll die Interoperabilität von Cloud-Services deutlich verbessern.

open_cloud_allianceUnter der Führung von Univention wurde die Open Cloud Alliance ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine Initiative zur Verbesserung der Integrations- und Migrationsfähigkeit von Cloud-Diensten. Die Cloud-Services, die Unternehmen heute beziehen, sind selten kompatibel zu anderen Cloud-Angeboten. Ein Anbieterwechsel stellt für den Kunden eine große Hürde dar. Kein Wunder, dass noch immer viele IT-Verantwortliche in Unternehmen Bedenken vortragen, überhaupt auf Dienste und Anwendungen in der Cloud umzusteigen.

Viele Service-Anbieter versuchen gar, die Kunden zu halten, indem sie sie in ihrer eigenen Angebotswelt gefangen halten. Dort werden nur deren Services angeboten, doch ein Herauskommen erscheint unmöglich. Unternehmen sind unfreiwillig an einen Cloud-Anbieter gefesselt, weil sich die Daten nicht oder nur sehr umständlich zurückholen und umziehen lassen.

Gemeinsame Plattform für alle Cloud Services

Die Mitglieder der Open Cloud Alliance wollen das ändern. Die IT-Abteilung eines Unternehmens soll jederzeit in der Lage sein, einen Cloud Service mit eigenen lokalen Anwendungen zu integrieren, Dienste eines weiteren Providers zu nutzen oder zu einem anderen Anbieter zu migrieren. Nicht nur beim Anbieterwechsel kristallisieren sich Vorteile heraus: Auch die Administration und der Komfort sollen einfacher werden. Das fängt zum Beispiel beim Identity Management an: IT-Verantwortliche würden gern verschiedene Services mit einer Lösung verwalten. Das ist bisher nicht möglich, weil jeder Cloud-Provider sein eigenes System einsetzt.

Die Open Cloud Alliance schlägt nun offene Standards vor, die es erlauben, neue Services und Software bereitzustellen, die sich nahtlos miteinander integrieren. Die Basis dafür ist eine offene, standardbasierte Plattform, die die Interoperabilität unterschiedlicher Cloud-Services sicherstellt: der Univention Corporate Server. Cloud-Provider, Systemintegratoren und Hersteller können den Server als Integrationsschicht einsetzen. Mit an Bord sind neben Univention bereits IBM, OwnCloud, Ox, Plutex, Zarafa, TeutoStack und Netzlink. Die ersten interoperablen Cloud-Services der Open Cloud Alliance sollen Anfang 2015 auf den Markt kommen.

(Bild: Open Cloud Alliance)

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