Amazon Webservices will weiter wachsen

Mehr Services und deutsche Rechenzentren: Amazon Webservices (AWS) hat große Pläne für seine Cloud-Infrastruktur und will seine Kapazitäten und Dienstleistungen zügig ausbauen.

Amazon-Webservices-LogoDie Amazon-Cloud ist bereits jetzt eine der größten der Welt, doch damit gibt sich der Konzern nicht zufrieden. Amazon möchte AWS weiter ausbauen. Allein in diesem Jahr will der Anbieter bis zum Jahresende 500 neue Dienste einführen. Die spannendste Neuerung dürfte die Einführung der pfeilschnellen MySQL-Datenbank Aurora sein, die die Amazon Relational Database Services erweitert. Aurora soll fünf mal schneller sein als bisherige MySQL-Derivate. Auch für Entwickler gibt es einige interessante Neuheiten wie AWS CodeDeploy für die Verteilung und Bereitstellung von Anwendungen über Amazon-EC2-Instanzen, die Quellcodeverwaltung AWS CodeCommit und AWS CodePipeline für die Prozessautomatisierung von Software-Releases.

1 Million Nutzer bei Amazon Webservices

Amazon investiert also weiterhin kräftig in neue Services. Die Analysten der Experton Group gegeben dem Konzern recht, denn laut der Marktanalyse ist gerade im B2B-Segment noch viel Luft nach oben. Plattformdienste und Infrastrukturservices machten im vergangenen Jahr erst 7,4 Prozent des weltweiten Cloud-Geschäfts aus. Laut Gartner hat sich Amazon mit seinen Infrastucture-as-a-Service-Angeboten (IaaS) hier bereits deutlich von der Konkurrenz, allen voran Google und Microsoft, abgesetzt und will den Vorsprung nun weiter festigen. Schon jetzt kann Amazon auf mehr als eine Million Nutzer verweisen.

Deutsches AWS-Rechenzentrum

Auch neue Cloud-Rechenzentren kommen hinzu. Amazon betreibt inzwischen in elf Regionen eigene Rechenzentren, um seinen Kunden hochverfügbare Cloud Services zu liefern, darunter Standorte in Nord- und Südamerika, Asien und Europa. In Deutschland hat Amazon erst Ende Oktober sein erstes Rechenzentrum eröffnet: Das Datenzentrum in Frankfurt erlaubt es deutschen Unternehmen, ihre Daten in einem Rechenzentrum innerhalb der EU zu speichern. Damit kommt Amazon dem Wunsch der Kunden nach, sensible Geschäftsdaten und personenbezogene Daten im eigenen Land zu behalten und die hohen Datenschutzstandards der Europäischen Union einzuhalten.

(Bild: Amazon)

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