SAP drängt mit Hochdruck in die Cloud

Der deutsche Softwarekonzern SAP hat eine Hürde auf dem Weg zum Cloud-Anbieter genommen: Die Übernahme des Plattformspezialisten Ariba ist perfekt.

Mit der Übernahme von Ariba hat SAP eine wichtige Akquisition abgeschlossen, die dem Softwarehersteller den nötigen Marktvorsprung gegenüber Konkurrenten wie Oracle verschaffen soll und das Know-how für weitere Produktlinien in der Cloud liefert. Die amerikanischen Behörden haben der Übernahme jetzt zugestimmt. SAP blättert für Ariba 4,3 Milliarden Dollar auf den Tisch.

Ariba betreibt ein sehr erfolgreiches B2B-Netzwerk, dem bereits eine Viertelmillion Unternehmen weltweit angehören. Über die Handelsplattform finden Firmen Geschäftspartner, Lieferanten und Auftragnehmer. Laut SAP-Angaben macht Ariba viermal so viel Umsatz wie eBay. Die Einkaufsplattform ist gemessen am Umsatz (517 Millionen Dollar im Jahr 2011) der zweitgrößte Cloud-Anbieter weltweit. SAP mischt sich also auf einen Schlag unter die Marktführer im Cloud Computing. Bisher hatte SAP in der Cloud nur sehr wenig Umsatz generiert.

Nach der vollzogenen Übernahme kündigt SAP nun einen zügigen Ausbau seiner Cloud-Aktivitäten an und möchte die Spitzenposition in diesem Marktsegment erreichen. Dafür sollen nach derzeitigem Stand keine weiteren Übernahmen nötig sein. Bereits zuvor hatte SAP den SaaS-Spezialisten SuccessFactors gekauft.

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