VMware übernimmt Nicira

Für 1,26 Milliarden Dollar schluckt VMware das gerade mal fünf Jahre alte Unternehmen Nicira und hofft, mit dessen Know-how im Bereich der Netzwerkvirtualisierung das eigene Cloud-Portfolio zu ergänzen.

Nicira brachte erst im Februar mit seiner Network Virtualization Platform (NVP) das erste Produkt auf den Markt, kann mit AT&T, eBay, NTT und Rackspace aber schon namhafte Kunden vorweisen. In Kombination mit den VMware-Technologien könne man für den Netzwerkbereich das gleiche tun, das man bereits für Server und andere Teile des Rechenzentrums getan habe, erklärte VMware-CTO Steve Herrod. Ziel sei der Aufbau so genannter »software-definierter Rechenzentren«, in denen jeder Kunde sein eigenes virtuelles Rechzentrum mit klar definierten Ressourcen – Rechenkraft, Speicher, Netzwerk und Security – hat und diese Ressourcen je nach Bedarf mitwachsen oder schrumpfen.

Dies sei die Architektur der Cloud, so Herrod, doch das Netzwerk sei bislang der Schwachpunkt gewesen, das Management komplex und zeitaufwändig. Eine virtuelle Maschine sei in zwei Minuten eingerichtet, das zugehörige Netzwerk und die Netzwerkservices könnten dagegen Tage oder sogar Wochen verschlingen, oft müsste man sich mit tausenden VLANs und VLAN-Regeln herumschlagen.

Hier sollen nun die Nicira-Lösungen Abhilfe schaffen, weshalb VMware sich den Kauf auch über eine Milliarde Dollar kosten lässt, genauer: 1,05 Milliarden Dollar in bar und 210 Millionen Dollar in Anteilsoptionen. Die Übernahme soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden und nichts an der Offenheit von Nicira ändern, wie Herrod betont. Schließlich ist das Unternehmen ein wichtiger Contributor für Open vSwitch und das Quantum-Projekt, einem der Schlüsselsysteme von OpenStack.

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