VMware veröffentlicht vCloud Suite 5.1

Auf seiner Hausmesse hat VMware die Version 5.1 seiner vCloud Suite vorgestellt, die unter anderem auch eine neue Ausgabe von vSphere enthält, bei dem das umstrittene Lizenzmodell zur Freude vieler Kunden wieder abgeschafft wurde.

Mit vSphere 5.0 hatte VMware im vergangenen Sommer ein neues Lizenzmodell eingeführt und damit viele Kunden verärgert. Statt nach der Zahl der CPUs und dem Arbeitsspeicher der Server richteten sich die Kosten plötzlich nach dem virtuellen Arbeitsspeicher, der den VMs zugeordnet wurde. Als sehr flexibel pries der Hersteller das, doch die Kunden rebellierten – erfolgreich, wie sich nun zeigt, denn mit vSphere 5.1 mottet VMware das Lizenzmodell wieder ein. Künftig wird wieder pro Prozessor lizenziert, was auf der VMworld für einen kräftigen Applaus des Publikums sorgte. »Wir schaffen die Abrechnung nach vRAM ab, das war das falsche Lizenzmodell«, räumte der neue CEO Pat Gelsinger ein, während sich sein Vorgänger Paul Maritz dafür entschuldigte, die »Dinge übermäßig kompliziert gemacht« zu haben.

Das neue vSphere 5.1 unterstützt bis zu 64 virtuelle CPUs und soll mit VMware vMotion die Echtzeitmigration von virtuellen Maschinen erlauben, ohne dass diese einen gemeinsamen Shared Storage besitzen müssen. Darüber hinaus soll VMware vSphere Data Protection für einfachere Backups, Recoverys und Replikationen sorgen. Der vSphere Distributed Switch unterstützt nun bis zu 500 vernetzte Hosts und soll mit neuen Health Checks die Bereitstellung, Verwaltung und Fehlerbehebung von virtuellen Netzwerke vereinfachen.

vSphere 5.1 ist auch die Basis der vCloud Suite, in der VMware künftig seine Cloud-Produkte bündelt. Neben vSphere gehören unter anderem auch vCloud Director und die neuen Komponenten vCloud Networking und Security sowie vCenter Site Recovery Manager zum Paket. vCloud Director skaliert mit der neuen Version noch besser und kann die Bereitstellung von Services in virtuellen Rechenzentren übernehmen, die mehrere vSphere-Cluster umfassen und bis zu 30 000 virtuelle Maschinen enthalten.

Die vCloud Suite soll ab dem 11. Septemver verfügbar und ab 4995 Dollar pro Prozessor zu haben sein. vSphere Enterprise Plus-Kunden verspricht VMware für begrenzte Zeit ein kostenloses Upgrade auf die Standard-Version beziehungsweise ein um 35 Prozent vergünstigtes Upgrade auf die Enterprise-Version der vCloud Suite 5.1.

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