Die Wolke wird musikalisch

Musikgenuss aus der Cloud ist auf bestem Wege, einer der großen Consumer-Trend des Jahres werden und dabei auch dem Cloud Computing im Unternehmensumfeld weiteren Auftrieb zu verschaffen.

Mit einigen neuen Diensten wie My Music und dem stark wachsenden Zustrom der Nutzer geht 2012 in der Cloud auch musikalisch die Post ab. Immer neue Anbieter kommen auf Markt und auch die Riesen Amazon und Apple bieten ihren Nutzern bereits seit einigen Monaten Cloud-Dienste für ihre Musiksammlung an. Diese ermöglichen es den Nutzern, ihre Songarchive in die Cloud zu verschieben, so dass sie mit einer Internetanbindung überall nutzbar sind. Ein Service, der besonders bei der rapide wachsenden Zahl von Smartphone- und Tablet-PC-Besitzern gefragt ist, die damit stets ein gigantisches Musikarchiv abrufbereit haben, ohne ihren lokalen Speicher dafür mühsam vollstopfen zu müssen. Wer sich nicht im Apple-Kosmos bewegt, kann sich somit auch beruhigt ein neues Smartphone zulegen, ohne sich weitere Gedanken über die Sicherung oder gar Konvertierung der Musiksammlung zu machen. Die meisten der Anbieter haben darüber hinaus noch ein eigenes Musikarchiv im Portfolio, das die Nutzer gegen Gebühren anzapfen können. So können etwa bei Last.fm derzeit fast 70 Millionen Songs aus allen Zeiten und Sparten der Musikgeschichte per Stream abgerufen werden.

Damit erreicht Cloud Computing nach seiner schleichenden Einführung bei Suchmaschinen, Email, Fotodiensten und Videoportalen einen weiteren zentralen Teil der täglichen privaten IT-Nutzung. Ein Effekt, von dem sich die Branche auch einen weiteren Aufschwung in der Akzeptanz der neuen Technologie im Sinne der Consumerisation of IT erhofft: Je mehr Nutzer die Vorteile eines Cloud-Archivs mit ihren Fotos, Musikstücken, und evtl. auch Software von überall auf der Welt nutzen, desto mehr wollen so auch arbeiten. Aktuell gehen die Experton Group und der Bitkom davon aus, dass der B2B-Umsatz mit Cloud Computing in Deutschland bis zum Jahr 2015 auf 8,2 Milliarden Euro pro Jahr anwachsen wird. Gegenüber den 2011 umgesetzten 1,9 Milliarden Euro bedeutet das eine durchschnittliche jährliche Steigerung von 48 Prozent.

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