Gartner warnt vor Cloud-Hype

Der Hype um Cloud Computing könne für Irritationen auf Kundenseite sorgen und von den Vorteilen der Technologie ablenken, warnen die Analysten von Gartner. Viele Unternehmen würden schlicht »Cloudwashing« betreiben.

Jedes Jahr schaut sich das Analystenhaus Gartner den Hype um verschiedene Technologien an, darunter auch Cloud Computing. Es gäbe viele falsche Vorstellungen rund um die Vorteile, Fallstricke und Kosteneinsparungen der Cloud, heißt es in dem Report, nicht zuletzt weil viele Unternehmen versuchen, sich mit dem Begriff zu schmücken, ohne echte Cloud-Services anzubieten. Als Beispiel für dieses so genannte »Cloudwashing« führt man Anbieter an, die ihre Dienste zwar nach Nutzung abrechnen, aber keine Möglichkeit bieten, die Ressourcen dynamisch hoch- oder runterzuskalieren. Dabei sei das ein wesentlicher Bestandteil der Cloud, so Gartner.

Als weiteres Problem hat man ausgemacht, dass die Cloud häufig bei Diskussionen um Kosteneinsparungen in den Ring geworfen wird. Dieses Potenzial habe sie zwar, doch würde der Einsatz eines Cloud-Services nicht per se Kosten senken. Es käme vor allem darauf an zu prüfen, wo sich der Einsatz der Cloud tatsächlich lohnt, und darauf zu achten, die Cloud-Services richtig zu implementieren.

Immerhin hat Gartner festgestellt, dass der Hype um die Cloud schon abflaut und die Technologie vielfach realistischer betrachtet wird als noch in den vergangenen Jahren. Dafür würde derzeit um viele Begriffe aus dem Cloud-Umfeld eine große Blase aus überzogenen Erwartungen entstehen, darunter Big Data, Plattform-as-a-Service (PaaS) und Hybrid Cloud Computing. Andere Begriffe wie Software-as-a-Service (SaaS) und Virtualisierung hätte das bereits hinter sich, sie haben sich im Markt bewährt und sind im Mainstream angekommen.

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