IDC-Studie benennt Hürden für Cloud Computing in Europa

Im Auftrag der EU haben die Marktforscher von IDC den Cloud-Einsatz in Europa untersucht und einige grundlegende Hindernisse ausgemacht. Sie empfehlen, pro-aktiv in den Markt einzugreifen, um das Cloud-Wachstum anzukurbeln.

Gewitterwolken (Quelle: millicent_bystander, CC BY 2.0)Laut IDC gibt es einige Hindernisse, die eine breitere und intensivere Cloud-Nutzung in Europa behindern. So gibt es auf Seiten der Cloud-Nutzer eine große Unsicherheit, wo genau ihre Daten in der Cloud letztlich lagern und in welchem Land bei Problemen die gerichtliche Zuständigkeit liegt. Dazu kommen allgemeine Sicherheitsbedenken gegenüber der Cloud und Schwierigkeiten, die Vertrauenswürdigkeit von Cloud-Anbietern einzuschätzen. Damit einher geht die Angst vor einem Vendor-Lock-in und fehlenden Möglichkeiten, mit Cloud-Diensten anderer Anbieter zusammenzuarbeiten oder komplett auf diese zu wechseln.

Zu guter Letzt wissen die Cloud-Nutzer meist auch nicht, wie sich Kosten und Nutzen bei einem weiter reichenden Cloud-Einsatz entwickeln und finden, es mangele an lokalem Support in ihrer Sprache und schnellen Internet-Verbindungen.

Um diese Probleme anzugehen, hat die EU kürzlich das Thema Cloud Computing groß auf ihre Agenda gehoben und will technische Normen für die Interoperabilität von Cloud-Diensten festlegen, Zertifizierungsprogramme einführen sowie Musterverträge und SLAs ausarbeiten. Dieses Vorgehen entspricht auch der Empfehlung von IDC. Würde die EU eine »No Intervention«-Politik fahren, könnten Cloud-Services bis 2020 etwa 88 Milliarden Euro zum BIP der EU beisteuern, so die Analysten. Entscheide sich die EU für pro-aktives Eingreifen, ein »Policy-driven«-Szenario, könnte der Beitrag der Cloud zum BIP dagegen auf bis zu 250 Milliarden Euro klettern.

(Bild: millicent_bystander, CC BY 2.0)

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