Privatnutzer verlagern ihre Daten fleißig in die Cloud

Rund 500 Millionen Abonnenten für Cloud-Speicherdienste hatten die Marktforscher von iSuppli bis Jahresende prognostiziert. Bereits im Juni waren es 375 Millionen – ein Boom, der laut iSuppli vor allen von den Branchengrößen Amazon, Apple, Google und Microsoft befeuert wird.

Cloud-Speicher erfreuen sich beim Verbraucher größter Beliebtheit, die Zahl der Abonnenten übertrifft die Vorhersagen der Marktforscher deutlich. Ende Juni nutzten laut iSuppli bereits 375 Millionen Nutzer solche Dienste, womit sich abzeichnet, dass die für Jahresende prognostizierte Abonnentenzahl von 500 Millionen locker übertroffen wird.

In den nächsten Jahren soll sich die Zahl der Nutzer von kostenlosen und kostenpflichtigen Cloud-Speichern mehr als verdoppeln und iSuppli zufolge 2017 auf 1,3 Milliarden klettern.

Angetrieben wird das aktuelle Wachstum laut den Marktforschern vor allem von Amazon, Apple, Google und Microsoft, die die Speicherdienste mit anderen Angeboten koppeln. Sie sind nicht darauf angewiesen, mit den Cloud-Speichern selbst Gewinne zu erwirtschaften, solange diese den Absatz von Hardware, Content oder anderen Services vorantreiben. Spezialisierte Anbieter wie Dropbox und Mozy hätten es da deutlich schwerer, konstatieren die Marktforscher. Ihrer Meinung nach verliert die Cloud-Industrie mit reinen Cloud-Angeboten Geld und wird das auch weiterhin tun. Speziell für unabhängige Anbieter sei die finanzielle Situation äußerst schwierig.

Große Chancen im Markt für Cloud-Speicher räumt man bei iSuppli den Mobilfunkprovidern ein. Die könnten ihren Kunden mit solchen Diensten einen interessanten Mehrwert bieten und gleichzeitig die Kundenbindung erhöhen. Schließlich würden Nutzer, die viele Daten in der Cloud eines Anbieters gelagert haben, häufig den Aufwand scheuen, damit zu einem anderen Anbieter umzuziehen.

(Bild oben: Gerd Altmann / pixelio.de, Bild rechts: iSuppli)

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