Arbeitsplätze in der Cloud gewinnen an Akzeptanz in Deutschland

Immer mehr klassische Büroanwendungen verlagern sich in die Cloud. Jedes dritte deutsche Unternehmen will die Arbeitsumgebung seiner Mitarbeiter ganz oder teilweise in die Cloud migrieren.

PAC-Arbeitsplatz-aus-der-Cloud-Infografik-AusschnittIn 61 Prozent der deutschen Unternehmen sind Cloud-Anwendungen im Workplace-Umfeld bereits im Einsatz oder in Planung. Das hat eine aktuelle Untersuchung der Unternehmensberatung PAC ergeben.

Besonders häufig nutzen die Anwender E-Mail, Document-Sharing und Conferencing-Tools in der Cloud. Vorteile versprechen sich die Verantwortlichen besonders für mobile und externe Mitarbeiter, im Home-Office und für das Management. Niedrigere Kosten sind für 80 Prozent der ausschlaggebende Faktor für den Wechsel zu einem Cloud-Arbeitsplatz.

Die Sicherheitssorgen der IT-Verantwortlichen

PAC-Arbeitsplatz-aus-der-Cloud-InfografikHemmnisse gibt es natürlich auch: Vor allem Sicherheitsbedenken halten Unternehmen noch davon ab, ihre Arbeitsumgebungen in die Cloud zu verlegen. Aber auch 82 Prozent der Unternehmen, die bereits solche Cloud-Anwendungen nutzen, machen sich Sorgen um die Sicherheit.

Dafür ist vor allem der NSA-Skandal verantwortlich, der der Akzeptanz der Cloud Services in deutschen Betrieben einen Dämpfer verpasst hat. Von den IT-Entscheidern, die Cloud-Anwendungen in ihrem Unternehmen nutzen und um den Datenschutz besorgt sind, geben 90 Prozent zu Protokoll, dass sie das Risiko eines unberechtigten Zugriffs auf geschäftskritische Daten umtreibt. 80 Prozent werden konkret: Sie fürchten, dass sie von Geheimdiensten ausgespäht werden.

Deshalb verwundert es kaum, dass Sicherheit ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl einer Cloud-Lösung oder eines Cloud-Providers darstellt. Lösungen aus Deutschland haben hier klar die Nase vorn. 57 Prozent vertrauen nur Cloud Services, die in deutschen Rechenzentren gehostet werden.

Interne Lösungen und Private Clouds dominieren

Die befragten Unternehmen setzen ebenso oft auf einheitliche Lösungen von einem einzelnen Anbieter (51 Prozent) wie auf eine Kombination von Lösungen verschiedener Anbieter (49 Prozent). Die meisten dieser Cloud-Lösungen werden in einer internen, privaten Cloud-Infrastruktur betrieben. 14 Prozent peilen hybride Cloud Services an. Für die Studie wurden 200 IT-Entscheider aus deutschen Unternehmen befragt.

(Bilder: PAC)

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