SaaS: Unternehmenskritische Anwendungen zunehmend in der Cloud

Software-as-a-Service wird erwachsen. Nachdem Unternehmen vor einiger Zeit noch erste Pilotprojekte und einzelne Applikationen in die Cloud brachten, kommen nun vor allem geschäftskritische Applikationen aus der Cloud.

CloudsUnternehmen migrieren ihre Anwendungen inzwischen zügig in die Cloud. Der Umstieg auf Cloud Services wird vor allem von Kostenfaktoren, Innovationen und höherer Agilität vorangetrieben. Das geben die Teilnehmer einer Gartner-Umfrage in zehn Ländern, darunter Deutschland, zu Protokoll. Das Beratungsunternehmen hat die IT-Entscheider nach ihrer Cloud-Strategie bis 2017 befragt und wollte wissen, wie sich Software-as-a-Service (SaaS), Infrastructure-as-a-Service (IaaS) und Platform-as-a-Service (PaaS) in Unternehmen durchsetzen.

Vor allem bei Software-as-a-Service hat sich im Vergleich zu früheren Befragungen einiges getan. Die Pilotprojekte der vergangenen Tage sind produktiven Unternehmensanwendungen gewichen: Die Unternhemen stellen heute vorwiegend Applikationen in der Cloud bereit, die als „mission-critical“ eingestuft werden. Die Analysten schließen daraus, dass sich Unternehmen inzwischen wohler bei dem Gedanken fühlen, dass ihre Daten und Software in der Cloud liegen. Dazu kommt, dass sich die frühen Cloud-Projekte, bei denen Unternehmen bestenfalls E-Mail-Dienste und Sales-Anwendungen aus der Cloud getestet haben, bewährt haben.

Gründe für die IT-Transition zur Cloud

Kostensenkungen stehen bei der Cloud-Migration im Vordergrund, sagen 44 Prozent der Befragten. Die CIOs wollen aber auch die IT-Infrastruktur ihres Unternehmens modernisieren und schlagen den Weg ein, der ihnen die größte Agilität und Innovationskraft verspricht: Cloud Computing. Sie versprechen sich von den flexiblen und skalierbaren Cloud Services obendrein einen unternehmerischen Vorsprung.

Die Umfrage bestätigt aber auch erneut die Sorgen der IT-Verantwortlichen hinsichtlich des Datenschutzes in der Cloud. Vor allem außerhalb der USA sind Unternehmen sehr besorgt um die Sicherheit der Cloud-Dienste und fürchten sich vor Datenverlust, Datendiebstahl und unbefugtem Zugriff durch Regierungen. Deshalb nehmen Private-Cloud-Initiativen (46 Prozent) auch fast doppelt so schnell Fahrt auf wie Projekte in der Public Cloud (24 Prozent). Die Umfrage wurde in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, USA, Brasilien, Mexiko, China, Indien, Südkorea und Australien durchgeführt.

(Bild: Karin Dalziel, flickr.com)

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