Studie: Cloud-Anbieter haben Probleme mit der Zuverlässigkeit

Selbst große Cloud-Anbieter haben häufiger mit Ausfällen zu kämpfen und sind deutlich von der gewünschten und proklamierten Verfügbarkeit entfernt, so das Ergebnis einer Studie.

Neben Sicherheitsbedenken wird oftmals die Sorge um die Service-Verfügbarkeit als Hemmschuh fürs Cloud Computing ausgemacht, wollen Firmen ihre Daten und Prozesse doch nicht in die Cloud verlagern, wenn nicht sichergestellt ist, dass diese dort unterbrechungsfrei verfügbar sind. Dies sind sie aber selbst bei großen Anbietern nicht, wie eine Untersuchung der International Working Group on Cloud Computing Resiliency (IWGCR) zeigt, die im März vom Institut Telecom ParisTech und der Paris 13 University gegründet wurde. Darin nahm man die Ausfälle bei 13 Cloud-Anbietern seit 2007 unter die Lupe und stellte fest, dass es zu durchschnittlich zehn Ausfallstunden pro Jahr kam. Die Verfügbarkeit sei weit von den 99,999 Prozent entfernt, die man für unternehmenskritische Systeme erwarte, so das Fazit der Studie. In einer modernen Hauptstadt käme es, nur als Vergleich, zu Stromausfällen von weniger als 15 Minuten pro Jahr.

Für die Untersuchung wurden Presseberichte über Ausfälle bei Cloud-Anbietern ausgewertet. Die Macher der Studie räumen selbst ein, dass diese Methodik nicht perfekt sei – die Zahlen dürften eher zu niedrig liegen, werde doch nicht über jeden Ausfall in den Medien berichtet. Für weitere Untersuchungen will man daher auch den Nutzern der Cloud-Services die Möglichkeit einräumen, Ausfälle zu melden. Zudem plant man, Monitoring-Dienste zu nutzen, um die Verfügbarkeit selbst zu kontrollieren.

(Bild: longhorndave / CC BY 2.0)

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